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suchung der geeignete Weg, genauer gesagt eine Langsschnittuntersuchung, bei der
Sozialhilfeverlaufe von Beginn an und im Idealfall bis zu ihrem Ende betrachtet werden.
Bei der Frage nach der Dauer von Sozialhilfeverlaufen lassen sich zudem verschiedene
Dauerkonzepte unterscheiden. Zum einen kann die Dauer einzelner oder bestimmter
Episoden des Sozialhilfebezugs untersucht werden. Zum anderen kann auf die Gesamtdauer
des Sozialhilfebezugs abgestellt werden. Die Gesamtdauer innerhalb des vorgesehenen
Beobachtungszeitraums kann durch die Netto- oder die Bruttodauer angegeben werden. Die
Nettodauer addiert die Dauer der einzelnen Sozialhilfeepisoden innerhalb des
Beobachtungszeitfensters. Die Bruttodauer umfasst den Zeitraum vom Beginn der ersten bis
zum Ende der letzten Bezugsepisode, einschlieβlich der Perioden ohne Sozialhilfebezug.
Mit der Bruttodauer wird also angegeben, wie lange Haushalte "im Bannkreis" der
Sozialhilfe stehen (Buhr 1995).
Eine der ersten Untersuchungen, die systematisch einen dynamischen Ansatz in die
Sozialhilfeforschung eingebracht hat, war die Bremer Langsschnitt-Studie (Buhr 1995;
Leibfried u.a. 1995; Leisering/Leibfried 1999).

kurz (<1 Jahr)
mittel (1-3 Jahre)
lang (3-5 Jahre)
sher lang (>5 Jahre)
Abbildung 1: Dauer des Sozialhilfebezugs (Zugangskohorten 1983 und 1989).
Auf der Grundlage einer Untersuchung von zwei Kohorten von Neuantragstellern auf
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