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1. Im Flieβgleichgewicht durchlâuft der Organismus einen Stationaren Zustand,
in dem sich Auf- und Abbau die Waage halten; dieser Zustand schlieβt eine
Stoff- und Energiezufuhr ein,
- die die im normalen Betrieb Verbrauchten Stoffe und (darin gebundenen)
Energien ersetzt, also auch die Baustoffe im Erhaltungsstoffwechsel
regeneriert,
- die die "Regulationsfahigkeit nach Storungen, Konstanthaltung der
Zusammensetzung bei Wechselnden Bedingungen und Wechselnder Nahrung
usw." (v.BERTALANFFY 1942, S. z6) erlaubt, was u.a. auch bedeutet:
- durch die Reserven gebildet werden konnen: "Ein gewisser Vorrat von
Reservestoffen - Glykogen, Fett - gehôrt sicher zum Iebenden System, indem
dieses dadurch befahigt ist, trotz intermittierender Nahrungsaufnahme
seinen kontinuierlichen Betrieb aufrechtzuerhalten "(ebenda, S. 228).
2. Der Organismus wàchst somit, wenn der "Aufbau Organischer Materie den
Abbau überwiegt" (ebenda ) ʃ überwiegt der Abbau, so schrumpft er.
Wachstum setzt wiederum voraus, daβ das System einen "C∣berschuβ für das
Wachstum" (ebenda, S.241) erwirtschaften kann, also mehr Stoff-Energie-
Kombinationen aufnimmt, als es für den normalen Betrieb (inklusive für die
Baustoffe-Erhaltung und für den Ausgleich Storungsbedingter Verluste, alsozB.
für die Regeneration einer in Anspruch genommenen Reserve) erforderlich
ist. Im Betriebsstoffwechsel werden "die zum Aufbau notigen Energien
gewonnen" (ebenda, S. 240).
Aus stofflich-energetischer Sicht laβt sich für einen individuelle Organismus
Wandlung im Sinne von Wachstum, Schrumpfung oder Verharrung, also
ausgehend von der Iangerfristigen Veranderung (Aufbau versus Abbau) seiner
materieɪlen Substanz , Insbesondere seiner Baustoffe quantitativ "bilanzieren" -
jedoch noch ohne qualitative Wertung im Sinne einer Unterscheidung zwischen
generativen und degenerativen Phasen.
4.3. Svstemtheoretische Verallqemeinerunqen
Aus den bisherigen Organismusbezogenen Clberlegungen ergeben sich zahlreiche
Anregungen22 für eine Systemtheoretische Verallgemeinerung. Die gesamte
22Es kann sich insofem zunâchst nur um Anregungen handeln, als die Allgemeingiiltigkeit für offene Système
erst noch ans anderen Objektwissenschaften heraus nachgewiesen werden muB.
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