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HaushaltsstruktureHe |
- HaushaltsgroBe, Kinderanzahl im Haushalt, pflegebedürftige Personen |
GesamtgeseHschaftliche Rahmenbedingungen |
- Arbeitsmarktsituation, regionaler Arbeitsmarkt - soziales Klima (soziale Stigmatisierung, Milieu und Nachbarschaft) |
Institutionelle Faktoren |
- Sozialhilfe als Auffangeinrichtung für Verzogerungen der - Sozialhilfepraxis (Anrechnung von Einkommen, evtl. gesteigerte - Institutionelle Hilfen (Ausstiegsberatung, Angebote der Hilfe zur Arbeit, ...)______________________________________________________________________________ |
Quelle: nach Buhr (1995: 78 ff.).
Viele dieser Faktoren spiegeln die Zugangschancen zum Arbeitsmarkt oder in vorrangige
soziale Sicherungssysteme wider. So kann die individuelle Erwerbsbiographie
Informationen über Qualifikationsniveau und Berufserfahrung, aber auch über Anrechte auf
Leistungen aus der Sozialversicherung enthalten. Haushaltsstrukturen zeigen Zeitressourcen
für die Aufnahme oder Ausweitung von Erwerbstatigkeit an, etablieren aber auch
Unterschiedliche Lohnabstande und damit finanzielle Anreizstrukturen, die sich daraus
ergeben, dass Sozialhilfe im Gegensatz zum Arbeitseinkommen die Bedürfnisse groβerer
Haushalte berücksichtigt. Schlieβlich konnte sich die bisherige Dauer des Sozialhilfebezugs
auf die folgende Verweildauer und Ausstiegschancen auswirken. Hier würde dann
unterstellt, dass mit zunehmender Dauer der Hilfeleistung aufgrund von Gewohnungs- oder
Entmutigungseffekten die Motivation, die Sozialhilfe zu verlassen, sinkt oder die
selbstandige Lebensführung ohne staatliche Unterstützungsleistungen "verlernt" wird.
Neben solchen individuellen und haushaltsstrukturellen Faktoren, die Chancen auf dem
Arbeitsmarkt beeinflussen, werden die Zugangschancen zum Arbeitsmarkt von
okonomischen Rahmenbedingungen, etwa der regionalen Arbeitslosenquote, bestimmt.
Ferner konnen Faktoren ausgemacht werden, die in der institutionellen Ausgestaltung der
Sozialhilfe und ihrer Position im sozialen Sicherungssystem begründet sind sowie in
Maβnahmen und Programmen, die Ausstiege aus der Bedürftigkeit fordern und begleiten
sollen. Unter institutionelle Faktoren fallen damit sowohl die Rolle der Sozialhilfe als
Überbrückungsleistung bei Verzogerungen in der Gewahrung von Versicherungsleistungen
als auch die gangige Sozialhilfepraxis und die Anwendung von Sanktionen sowie eine
aktive Ausstiegsberatung oder etwa Maβnahmen der Hilfe zur Arbeit.
Nach den vorliegenden Ergebnissen der dynamischen Armutsforschung sind insbesondere
folgende Gruppen besonders lange auf Sozialhilfe angewiesen: Frauen, altere und jüngere
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