The name is absent



Die Welt-Metallmarkte 2004 bis 2006: Versorgungsengpasse und Rekordpreise durch Chinas Rohstoffhunger

Tabelle 3

Die jeweils fünf wichtigsten Produzentenlander für die Weltproduktion von Rohstahl
und ausgewahlten Edel-, Legierungs- und NE-Metallen in den Jahren 2002 und 2005

Anteile in %

Rohstahl

Mangan-
legierungen

Ferrochrom

Raffinade-
nickel

Hütten-
aluminium

Raffinade-
kupfer

Hüttenzink

Raffinadeblei

Gold

Platinmetalle

2002

2005

2002 I

2005

2002 I

2005

2002 I

2005

2002

2005

2002 I

2005

2002

2005

2002 I

2005

2002 I

2005

2002 I

2005

Deutschland

6

5

Norwegen

6

5

Russland

7

6

4

9

20

21

13

11

6

6

29

27

Spanien

5

5

Ukraine

13

15

VR China

20

31

32

41

7

11

4

7

16

24

11

16

22

26

20

31

8

9

Indien

6

9

Japan

12

10

5

5

13

13

9

8

7

6

4

4

Kasachstan

17

18

Südkorea

5

4

6

6

Rep. Südafrika

12

10

47

39

12

12

58

60

Simbabwe

1

2

Chile

19

17

Kanada

12

11

10

9

8

7

5

5

Peru

6

8

USA

10

8

10

8

10

7

20

17

12

10

5

4

Australien

11

9

7

6

5

4

11

10

Weltmarkt-

anteil der fünf

wichtigsten

Produzenten-

lander

54

59

68

76

81

86

60

61

56

58

55

54

48

50

55

61

49

49

98

98

Insgesamt in

1 000 Tonnen

902559

1129 200

8 139

10 649

5 048

6 567

1 180

1 287

26 081

31 867

15 269

16 512

9 710 10 229

6 670

7 575

2,550

2,519

0,430

0,515

Quellen: Verschiedene Spezialstatistiken für die einzelnen Metalle vgl. Tabelle 2;

Berechnungen des DIW Berlin.                                                                                                                         DIW Berlin 2007

Stahlindustrie, hat im Jahr 2004 eine Rekordhohe
von 10,7 Mill. t erreicht. Sie wurde 2005 leicht unter-
schritten (10,65 Mill. t).13 Nach entspannter Markt-
lage und einem Ferromanganpreis bei rund 500 US-
Dollar je long ton (lt.) Ende 2003 anderte sich die
Situation im ersten Halbjahr 2004 dramatisch. We-
gen seines boomenden Stahlmarkts schrankte der
groβte Produzent, China, die Exporte von Mangan-
legierungen ein, und die wenigen westlichen Produ-
zenten konnten den stark zunehmenden weltweiten
Bedarf nicht schnell genug decken. Mit dem raschen
Umschlag zu einem Verkaufermarkt explodierte der
Ferromanganpreis im ersten Halbjahr 2004 bis auf
Spitzenwerte von 1 800 US-Dollar/lt. Steigende Lie-
ferungen aus reaktivierten Anlagen entspannten die
Versorgungslage im weiteren Jahresverlauf deut-
lich und führten bei zunehmendem Überangebot zu
einem Preisverfall bis auf gut 500 US-Dollar/lt. im
September 2005. Nach Produktionskürzungen und
steigendem Bedarf werden 1 000 US-Dollar/lt. seit
Herbst 2006 wieder überschritten.

Auch der von der Edelstahlkonjunktur abhangige
Ferrochrommarkt geriet im Jahr 2003 in eine an-
gespannte Versorgungslage, als bei weltweit anzie-
hender Nachfrage der nach Südafrika und Kasach-
stan drittgroβte Produzent, China, vorübergehend
zum Nettoimporteur wurde. Die stark konzentrierte
Ferrochromproduktion stieg in den Jahren 2004 und
2005 sogar auf 6,6 Mill. t, da die inzwischen hohen
Preise auch Produktionsausweitungen in teuren An-
lagen (Indien, China, Türkei, Albanien) zulieβen.
Der Preis für südafrikanisches „charge chrome“
stieg von gut 0,50 US-Dollar je pound Chrominhalt
(lb Cr) Ende 2003 bei voller Kapazitatsauslas-
tung, hohen Koks- und Stromkosten, schwachem
US-Dollar sowie weltweitem Edelstahlboom auf
0,81 US-Dollar/lb Cr im zweiten Quartal 2005. Die
hohen Legierungsmittelpreise lieβen dann aber die
Nachfrage der Edelstahlhersteller einbrechen und
die Preise auf etwa 0,55 US-Dollar/lb Cr am Jah-
resende fallen. In Erwartung einer Erholung der
Edelstahlproduktion wurden im zweiten Halbjahr
2006 Preiserhohungen bis 0,67 US-Dollar/lb Cr
vereinbart; weitere Preisforderungen für das letz-
te Quartal wiesen die Stahlwerke zurück. Die do-
minierende Ferrochromindustrie Südafrikas kon-
zentrierte sich 2004 und 2005 weiter. Der weltweit

13 Verglichen mit dieser globalen Angabe des International Man-
ganese Institute (IMnI), Paris, weisen die nach Landern gegliederten
(vorlaufi gen) Statistiken des U.S. Geological Survey für 2005 derzeit
noch niedrigere Zahlen aus.

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Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 4/2007



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